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Ab Januar Steuerfreiheit von Zuschüssen für Jobtickets

Zukünftig sind Zuschüsse des Arbeitgebers, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Linienverkehr (ohne Luftverkehr) zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie für Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr gezahlt werden, wieder nach § 3 Nr. 15 EStG steuerfrei.
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Gleiches gilt für die unentgeltliche oder verbilligte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr (ohne Luftverkehr) für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie für Fahrten im öffentlichen Personenverkehr, die der Arbeitnehmer auf Grund seines Dienstverhältnisses zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn in Anspruch nehmen kann.

Begünstigt sind also nicht nur Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte, sondern auch Privatfahrten im Personennahverkehr. Offen ist aktuell, wie der Personennahverkehr definiert wird. Diskutiert wird, ob man dies an einer Kilometergrenze festmacht (zum Beispiel 50 km) oder an der Nutzung von bestimmten Bahnen (zum Beispiel Ausschluss von IC und ICE und anderen Fernverkehrszügen). Die Steuerfreiheit von Arbeitgeberleistungen für die Nutzung eines Taxis ist ausgeschlossen.

Durch die Steuerbegünstigung sollen Arbeitnehmer verstärkt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr ermuntert werden, so dass sich die Auswirkungen des durch den motorisierten Individualverkehr entstehenden Umwelt- und Verkehrsbelastungen sowie der gesenkte Energieverbrauch positiv entwickeln. Die private Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel außerhalb des öffentlichen Personennahverkehrs wird aus diesem Grund nicht von der Steuerbefreiung umfasst.

Die nun wieder eingeführte Steuerbefreiung gab es bereits bis zur Abschaffung des Haushaltsbegleitgesetzes 2004, wie sie der damalige § 3 Nr. 34 EStG vorsah.

Begünstigt werden Sachbezüge in Form:

  • der unentgeltlichen oder verbilligten Zurverfügungstellung von Fahrausweisen
  • für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte
  • für Privatfahrten mit dem Personennahverkehr
  • von Zuschüssen des Arbeitgebers zum Erwerb von Fahrausweisen und Leistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) Dritter, die mit Rücksicht auf das Dienstverhältnis erbracht werden

Die Anrechnung der steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale verhindert eine systemwidrige Überbegünstigung gegenüber Arbeitnehmern, die die betreffenden Aufwendungen selbst aus ihrem versteuerten Einkommen bezahlen.

Nutzt ein Arbeitnehmer die Fahrkarten für Fahrten zwischen der ersten Tätigkeitsstätte und der Wohnung am Lebensmittelpunkt im Rahmen der doppelten Haushaltsführung, besteht weiterhin die bekannte Möglichkeit der steuerfreien Erstattung der Kosten durch den Arbeitgeber für eine wöchentliche Familienheimfahrt.

Nach dem bis zum 31. Dezember 2018 geltenden Recht gehören Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) für Fahrten des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sowie für Fahrten zu einem weiträumigen Tätigkeitsgebiet oder zu einem vom Arbeitgeber dauerhaft festgelegten Sammelpunkt zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Der Arbeitgeber konnte für Zuschüsse zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte entweder die 44-Euro-Freigrenze nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG oder die 15-prozentige Lohnsteuerpauschalierung nach § 40 Abs. 2 Satz 2 EStG nutzen.

Die Änderungen traten am 1. Januar 2019 in Kraft. Es ist zu erwarten, dass die Finanzverwaltung hierzu kurzfristig ein BMF-Schreiben herausgeben wird.

11.01.2019

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