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Ambulante Versorgung der Zukunft

Teil 1: Zahlen lügen nicht
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Die Bundesregierung hat vor kurzem das Terminservicestellen- und Versorgungsgesetz verabschiedet. Damit soll dem steigenden Bedarf fachärztlicher Inanspruchnahmen Rechnung getragen werden. Schaut man sich die demografischen Daten an, ist dies wohl nur als »Tropfen auf den heißen Stein« zu sehen. In dieser Artikelserie befassen wir uns daher mit Ansätzen neuer Konzepte zur Gestaltung der ambulanten Versorgung.

Nicht nur die statistischen Daten sind dafür relevant, es spielen Faktoren wie die besonderen Bedürfnisse der beteiligten Patienten und Leistungserbringer eine große Rolle. Auch lohnt es sich, über den Zaun in andere Länder mit ähnlicher Demografie zu schauen. Schon seit 1840 steigt die Lebenserwartung in fast allen Ländern der Welt an. Deutschland ist ganz vorne mit dabei. Frauen können aktuell bis zu 83,2 Jahre und Männer bis zu 78,4 Jahre alt werden.

Dies trifft auf die neuen sowie alten Bundesländer zu, da es beinahe zu einer Angleichung im Alter gekommen ist. Eine positive Entwicklung ist, dass neben den Frauen auch immer mehr Männer ein höheres Lebensalter erreichen.  Das heißt bis 2060 werden 31 Prozent der Bevölkerung  über 65 Jahre alt sein, verglichen zum Jahr 2015 wo der Anteil bei 21 Prozent lag.

Über die Folgen wird seit vielen Jahren diskutiert. Man muss kein Hellseher sein, um einen damit einhergehenden steigenden Bedarf an medizinischen Leistungen zu prognostizieren. So ist zum Beispiel jeder Zweite ab 65 Jahren von Übergewicht betroffen. Auch Herzinsuffizienz und Krebserkrankungen sind auf den ersten Plätzen. 

Dies hat gravierende Auswirkungen für das Gesundheitssystem, da fast jeder zweite Krankenhauspatient über 65 Jahre ist.  Nach dem Krankenhausaufenthalt geht die Anschlussbehandlung an den niedergelassenen Kollegen über. Schon jetzt versorgen 172 000 niedergelassene Ärzte ca. 553 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr. Doch eine ebenfalls alternde Arztbelegschaft, (fehlender) Nachwuchs mit anderen Lebenskonzepten, komplexere Behandlungsfälle und unzeitgemäße ambulante Versorgungskonzepte zeigen nur einen kleinen Teil der zukünftigen Herausforderungen.  Es darf nicht vergessen werden, dass die neue Generation der Ärzte (Generation Z) ebenfalls Bedürfnisse und Wünsche hat, denen man zukünftig Rechnung tragen muss. So erwarten über 94 Prozent eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie, weiteren 81 bis 82 Prozent sind geregelte und flexible Arbeitszeiten wichtig und nur knappe 53 Prozent möchten das Risiko der Selbständigkeit eingehen.

Welche innovativen Versorgungs­formen es derzeit gibt, ob den Wünschen der Gesellschaft entsprochen werden kann und vor allem was wir von anderen Ländern lernen können, darüber werden wir Sie in den nächsten beiden Ausgaben informieren.

15.04.2019
Sabrina Litwinski - Treuhand Hannover

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Sabrina Litwinski
Diplom Kauffrau, MPH
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