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Apotheken sollen 40 Cent pro Covid-Antigentest erhalten

Antigen-Schnelltests sollen einen zügigen Nachweis der SARS-CoV-2 Erreger ermöglichen. Jetzt regelt der Gesetzgeber die Zuschläge für Großhandel und Apotheke.
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Mit einem Referentenentwurf (SARS-CoV-2-PoC-Antigentest- Preisverordnung – PoC-AntigenPreisV) werden die Zuschläge für die Abgabe je Test

  • durch den Großhandel auf 40 Cent zzgl. USt auf den Herstellerabgabepreis und
  • durch Leistungserbringer oder Apotheken auf ebenfalls 40 Cent zzgl. USt auf den Großhandelsabgabepreis festgelegt. Hinzu kommt jeweils die gesetzliche Umsatzsteuer.

Mit der Regelung sollen zum einen Preisexplosionen vermieden und zum anderen die Wirtschaftlichkeit für den Einzelhandel sichergestellt werden. Für die handelsüblichen Gebinde von 20 PoC-Tests und mehr (Point-of-Care, patientennahe Labordiagnostik) kommen so mindestens acht Euro Festzuschlag zusammen. Einkaufsrabatte sind erlaubt.

Das genaue Datum des Inkrafttretens steht noch nicht fest. Die Verordnung läuft zunächst befristet bis 31. März 2021. Die Abgabe soll nur an medizinisches Fachpersonal erfolgen, dem auch die Anwendung vorbehalten ist (§ 6, 11 Corona TestV 14. Oktober 2020 und Medizinprodukteabgabeverordnung-MPAV).

Die Produkte sind als Diagnostika nicht apothekenpflichtig, teils verschreibungspflichtig mit spezieller Ausnahmeregel. Das bedeutet, wenn sie ausnahmsweise an Laien abgegeben werden (MPAV), sind sie rezept- und apothekenpflichtig. Zugelassene Tests sind beim BfArM gelistet.

Wie funktioniert ein Antigen-Test?
Beim Antigentest werden in der Akutphase der Infektion Proteine nachgewiesen, die strukturelle oder funktionelle Bestandteile eines Krankheitserregers und somit sehr spezifisch für diesen Erreger sind. Ist das Zielantigen in ausreichender Konzentration in der Probe vorhanden, bindet es an spezifische Antikörper und erzeugt ein visuell nachweisbares Signal auf dem Teststreifen – einen sichtbaren Streifen, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest – wobei die Ergebnisse in der Regel in 15 bis 30 Minuten vorliegen. Antigentests haben eine hohe Spezifität, sind aber nicht so empfindlich, wie die molekularen Tests (PCR), die die virale Ziel-DNA- oder -RNA-Sequenz amplifizieren. Für diese ist aufwendigere Laboranalytik nötig.

Was sind Antikörpertests?
Im Unterschied dazu weisen Antikörpertests keine akute Infektion nach. Sie erkennen (im Labornachweis) wenige Wochen nach einer überstandenen Infektion Abwehrstoffe – sog. Immunglobuline – des Körpers gegen den Erreger im Blut. Ob das als Nachweis für eine langanhaltende Immunität taugt und der Patient damit die Infektion kein zweites Mal bekommen kann, ist noch unklar. Schnelltests zur Selbsttestung im Handel (Apotheke, Drogerie) sollen nicht zuverlässig sein, wurden aber schon angeboten.

17.11.2020
Jutta Degenhardt

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Dr. Jutta Degenhardt
Apothekerin, Leiterin der Abteilung Betriebswirtschaft
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