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Erdbeben in Albanien – Spenden bis Dezember 2020 vereinfacht

Das Erdbeben in Albanien im November 2019 hat sehr große Schäden an der Infrastruktur verursacht, die nach der Naturkatastrophe eine humanitäre Katastrophe befürchten lassen. Zur Unterstützung der Opfer dieser Katastrophe hat das Bundesfinanzministerium Erleichterungen für den steuerlichen Spendenabzug bekannt gegeben. Sie gelten vom 29. November 2019 noch bis zum 31. Dezember 2020.
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Durch Vermeidung von unnötiger Bürokratie soll den Betroffenen schneller Hilfe zukommen. Für Spenden auf alle Sonderkonten, die von begünstigten Spendenempfängern eingerichtet wurden, gilt ohne betragsmäßige Begrenzung der vereinfachte Zuwendungsnachweis. Danach genügt als Nachweis der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung (z. B. Kontoauszug) eines Kreditinstituts oder der PC-Ausdruck bei Online-Banking. Dies gilt auch für Spenden, die bis zum 31. Dezember 2020 nicht auf ein Sonderkonto, sondern auf ein Konto der begünstigten Spendenempfänger geleistet wurden.

Spenden an nicht begünstigte Empfänger sind nur dann steuerlich abziehbar, wenn das Spendenkonto als Treuhandkonto geführt wird und die Zuwendungen anschließend entweder an eine gemeinnützige Körperschaft oder an eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts weitergeleitet werden. Dabei bestehen aber besondere Anforderungen an den Spendennachweis. 

Besondere Anforderungen beim Ausstellen des Spendennachweises müssen auch gemeinnützige Einrichtungen beachten, die nach ihrer Satzung keine mildtätigen Zwecke verfolgen und trotzdem Spenden gesammelt haben – zum Beispiel Sportvereine. 

Zuwendungen an Geschäftspartner
Zuwendungen eines Unternehmers an durch das Hochwasser betroffene Geschäftspartner sind in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehbar. Das Abzugsverbot für Geschenke über 35 Euro an Geschäftspartner gilt hier nicht. 

Zuwendungen als Sponsoring-Maßnahme
Unternehmen dürfen Spenden als Betriebsausgaben absetzen, wenn sie damit einen Werbeeffekt erzielen wollen. Das heißt, die Spende muss öffentlichkeitswirksam vermarktet werden, zum Beispiel durch Berichterstattung in den Medien.

Spende direkt vom Arbeitslohn
Verzichten Arbeitnehmer zum Zwecke einer Spende durch den Arbeitgeber auf die Auszahlung von Teilen des Arbeitslohns (z. B. für Überstunden), bleibt dieser Lohnanteil steuerfrei. Die so zugewendeten Beträge darf der Arbeitnehmer allerdings nicht zusätzlich als Spende in seiner Einkommensteuererklärung geltend machen.
Der Arbeitgeber muss den gespendeten Arbeitslohn im Lohnkonto aufzeichnen. Auf diese Aufzeichnung kann verzichtet werden, wenn stattdessen der Arbeitnehmer seinen Verzicht schriftlich erteilt hat und diese Erklärung zum Lohnkonto genommen wird. In der Lohnsteuerbescheinigung muss der betreffende Arbeitslohn nicht angegeben werden.

24.06.2020
Peggy Eichhorn

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Peggy Eichhorn
Dipl.-Finanzwirtin (FH), Steuerberaterin
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