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»Es ist immer noch eine Ausnahmesituation für die ganze Familie«: Wie Mitarbeiter der Treuhand Hannover das Home Office mit Kindern erleben

Wir haben unsere Kollegin Franziska Wolf, Mitarbeiterin in der Abteilung Strategische Personal- und Organisationsentwicklung bei der Treuhand Hannover, gefragt, wie ihr Alltag im Home Office mit zwei kleinen Kindern aussieht. Ein Mitarbeiter-Interview über Erfahrungen, Herausforderungen und generelle Gedanken von Eltern im dauerhaften Home Office.
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Lockdown, Home Office, fehlende Betreuungsmöglichkeiten für Kinder – Familien und ganz besonders Alleinerziehende mit kleinen Kindern werden durch die geltenden Beschränkungen seit Monaten enorm belastet und gefordert. Doch wie genau erleben Mütter und Väter, die bei der Treuhand Hannover arbeiten, diese Situation? »Weil es bei uns nur gemeinsam geht« und wir unser Handeln als Arbeitgeber vor allem in diesen Zeiten noch enger an den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter ausrichten möchten, haben wir uns auf die Suche nach Antworten gemacht.

Fündig geworden sind wir bei unserer Kollegin Franziska Wolf, die als Mitarbeiterin in der Abteilung Strategische Personal- und Organisationsentwicklung unter anderem Ansprechpartnerin für Auszubildende und duale Studenten ist und den Bereich der Fortbildungsverträge betreut. In einem Interview gewährt sie uns detaillierte Einblicke in Ihren Alltag und zeigt uns dabei ganz konkret, was es bedeutet, als zweifache Mutter in diesen Monaten Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. 

Wie kann man sich deinen aktuellen Arbeitsalltag vorstellen?
Franziska Wolf: Sehr abwechslungsreich, gerade jetzt zu Jahresbeginn ist jeder Tag anders. Jeder, der Kinder hat, weiß sicherlich, dass es allgemein nicht unbedingt leicht ist, Alltagsabläufe allzu weit vorauszuplanen. Meine Kinder sind mit kleineren Unterbrechungen nun seit bald einem Jahr überwiegend Zuhause. Vor dem Beginn der Pandemie wäre es sicherlich einfacher gewesen, die Kinderbetreuung auch über einen längeren Zeitraum durch das private Umfeld sicherzustellen. Doch aufgrund von Corona hat sich mein vorhandenes Betreuungsnetzwerk in Form von Großeltern oder weiteren Verwandten aus Vorsicht und Rücksichtnahme eben auch deutlich verkleinert.

Seitdem ich im Zuge des zweiten großen Lockdowns nun dauerhaft ins Home Office gegangen bin, muss ich freie Zeitfenster noch aktiver suchen. Mit festen Terminen, spontanen Anrufen, der täglichen Arbeit und zwei Kindern (3 und 5 Jahre) im Haus ist das jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung. Obwohl ich mittlerweile einen festen Tagesplan für meine Kinder mache, um ihnen Struktur zu geben und mich gleichzeitig zu entlasten, lässt es sich am Ende nicht immer vermeiden, dass es zu unerwarteten Unterbrechungen im Arbeitsalltag kommt. Unter dem Strich versuche ich diese Umstände am Ende so gut es geht anzunehmen und für meine Kinder und mich nach Lösungen zu suchen.

Wie hast du als Mutter damals die Umstellung ins Home Office bewältigen können und wie hat dich die Treuhand Hannover bei der Einrichtung deines Arbeitsplatzes Zuhause unterstützt?
Franziska Wolf: Die Treuhand Hannover hat im Frühjahr 2020 sehr schnell reagiert, so dass ich innerhalb kürzester Zeit mit der notwendigen technischen Ausstattung versorgt war. Hier hat sowohl unsere IT-Abteilung aber auch meine Chefin mich wirklich sehr gut unterstützt. Nachdem mein Arbeitsplatz eingerichtet war, haben die Herausforderungen jedoch nicht aufgehört. Sowohl für mich als auch für die gesamte Familie ist es immer noch eine Ausnahmesituation. Um wieder produktiv arbeiten zu können, musste ich persönlich erst einmal lernen, meinen Alltag von Grund auf neu zu strukturieren und zum Beispiel die vielen potenziellen Ablenkungen auszublenden.

Da ich persönlich in der glücklichen Position bin, viele meiner Aufgaben zeitunabhängig bearbeiten zu können, habe ich mir zum Beispiel angewöhnt, mich sowohl sehr früh morgens als auch abends, wenn die Kinder schlafen, für eine gewisse Zeit an den Computer zu setzen. Dadurch schaffe ich meinen Kindern und mir zusätzlichen Raum, um auch mal tagsüber Phasen einzustreuen, in denen ich ihnen mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen kann. Darüber hinaus haben meine Kinder neben mir mittlerweile ihren eigenen kleinen Arbeitsplatz bekommen (mit Knete, Mal- und Bastelsachen sowie Büchern). Ich habe festgestellt, dass die Kinder dadurch zumindest für eine gewisse Zeit beschäftigt sind, indem sie »kreativ lernen« und buchstäblich selbst ein wenig arbeiten.

Natürlich darf man sich hier aber auch nichts vormachen. Kein Kind sitzt mehrere Stunden brav an seinem Tisch. In meinem Fall empfinde ich es daher als großen Luxus, meine Kinder auch mal im Garten spielen lassen zu können. Und trotzdem komme auch ich manchmal nicht darum herum, im Notfall auf den Fernseher zurückzugreifen, wenn ich wichtige Videokonferenzen oder Gespräche habe, die weitestgehend ungestört ablaufen sollen.

Gab es weitere Hilfen, um den Umgang mit Home Office und der parallelen Kinderbetreuung zu bewältigen?
Franziska Wolf: Ja, die Treuhand Hannover hat uns als Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen unterstützt. Über das Intranet konnte man beispielsweise Informationen mit Tipps und Tricks für das Home Office abrufen. In diesem Zusammenhang bin ich auch auf den bereits genannten Tipp mit der Einrichtung eines eigenen Arbeitsplatzes für meine Kinder gestoßen. Dieser ist mindestens genauso hilfreich wie der Tipp, gemeinsam mit den Kindern einen Tagesplan zu erstellen (siehe Foto). Wie ich mittlerweile weiß, ist Struktur das A und O für das erfolgreiche Arbeiten im Home Office - sowohl für meine Kinder als auch für mich.

Neben diesen Hilfsangeboten für die Arbeit im Home Office hat die Treuhand Hannover ihren Angestellten im letzten Jahr relativ kurzfristig die Möglichkeit gegeben, bis zu zehn zusätzliche Tage Sonderurlaub für die Kinderbetreuung in Anspruch zu nehmen. Das hat meiner Familie und mir besonders in privaten Ausnahmesituationen zusätzlich Luft zum Atmen verschafft. Nachdem direkt zu Jahresbeginn klar wurde, dass die geltenden Beschränkungen weiterhin aufrecht erhalten werden, hat unsere Geschäftsleitung in kürzester Zeit eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die Familien aber auch Alleinerziehende mit Kindern weit über die Beschlüsse der Regierung hinaus unterstützen. Als Mitarbeiterin in Teilzeit, die genauso wie eine Vollzeitkraft tagsüber die Betreuung ihrer Kinder sicherstellen muss, hilft es mir sehr, dass bei dem Anspruch auf zusätzliche Sonderurlaubstage nicht zwischen Teil- und Vollzeit differenziert wird.

Die Treuhand Hannover ist durch die Bertelsmann Stiftung mit dem Siegel »Familienfreundlicher Arbeitgeber« zertifiziert. Was verbindest du damit und wodurch wird für dich deutlich, dass die Treuhand Hannover ein familienfreundlicher Arbeitgeber ist?
Franziska Wolf: Die Treuhand Hannover lebt die Botschaften des Siegels und ist sehr familienfreundlich. Das habe ich bereits weit vor der Corona-Zeit immer wieder bemerkt. Die Auszeichnung hängt hier also nicht einfach nur an der Wand.  Ich habe vorher in einer anderen Branche und einem anderen Arbeitsumfeld gearbeitet. Lange, wechselnde Arbeitszeiten, Wochenendarbeit oder auch weniger stabile Teamstrukturen gehörten damals zu meinem Alltag. Die Auszeichnung »Familienfreundlicher Arbeitgeber« war für mich deshalb damals auf jeden Fall ein Faktor, der dazu beigetragen hat, mich hier zu bewerben.

Aus meiner Perspektive herrscht bei der Treuhand Hannover kulturell ein großes Verständnis dafür, wenn ich familiär bedingt flexibel reagieren muss. Ich muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich eines meiner Kinder zum Arzt begleite oder ich mal früher Feierabend mache, weil etwas Privates kurzfristig geregelt werden muss. Meine Kolleginnen sind diesbezüglich sehr empathisch und genau das treibt mich an, möglichst viel zurückzugeben, meiner Arbeit immer nachzukommen und innerhalb unseres Teams einfach meinen Beitrag zu leisten. Denn es ist natürlich auch klar, dass familiäre Notfälle nicht zur Regel werden sollten. Am Ende ist eben auch sehr viel Vertrauen meines Arbeitgebers und meiner Vorgesetzten im Spiel. Aufgrund meiner vorherigen Berufserfahrungen weiß ich jedoch genau dieses Vertrauen auch ganz besonders zu schätzen.

Hast du dich mittlerweile an den Alltag im Home Office gewöhnt? Kannst du deiner Arbeit auch von Zuhause aus entspannt nachgehen?
Franziska Wolf: Ich muss gestehen, anfangs habe ich das Büro noch sehr vermisst, aber mittlerweile wäre es andersrum auch erst einmal wieder eine Umstellung. Das Home Office ist über die letzten Monate immer mehr zur Routine geworden. Aus vielen kleineren Problemen oder größeren Unwegsamkeiten, die das Arbeiten von Zuhause zu Beginn noch erschwerten, habe ich gelernt. Auch meine Kinder haben sich mittlerweile deutlich besser an die Situation gewöhnt – und klar, sie genießen es natürlich, dass sie mehr Zeit mit Mama und Papa verbringen können. Gleichzeitig ist für sie nun deutlich greifbarer geworden, was genau ihre Eltern beruflich überhaupt machen.

Ich möchte aber auch kein falsches Bild vermitteln. Natürlich war es mir zu Beginn eher unangenehm, wenn die Kids während einer Videokonferenz mal durch das Bild gelaufen sind oder man sie am Telefon im Hintergrund gehört hat. Doch mit der Zeit ist es für mich vollkommen normal geworden, wenn die Umstände manchmal eben nicht perfekt sind. Einerseits haben meine Kollegen sowie auch externe Kontakte sehr viel Verständnis und andererseits bekomme auch ich hin und wieder von anderen Müttern und Vätern mit, dass sie in einer ähnlichen Situation sind. Das macht vieles einfacher.

Wenn du nun ein Fazit ziehst, bekommst du Job und Familie zu Home Office-Zeiten in deiner Rolle als Mutter und Mitarbeiterin der Treuhand Hannover mittlerweile gut unter einen Hut?
Franziska Wolf: Ja, im Großen und Ganzen finde ich mich in dieser neuen Rolle nun gut zurecht. Auch wenn es zwischendurch immer mal „Ups“ und „Downs“ gibt oder ab und an mal wieder das schlechte Gewissen wächst, dass die Kinder oder die Arbeit zu kurz kommen. Solange ich mich nicht selbst zu sehr unter Druck setze und in Ausnahmesituationen offen auf meine Kolleginnen und meine Chefin zugehe, haben wir im Team am Ende immer Lösungen gefunden.

Wenn ich nach bald einem Jahr, in dem ich mehr oder weniger im Home Office gearbeitet habe, nun ein Zwischenfazit ziehe, dann sehe ich auch viel Positives. Schön finde ich es zum Beispiel, dass Home Office mit Kindern nicht nur bei der Treuhand Hannover sondern generell in unserer Gesellschaft über das letzte Jahr hinweg einfach normaler geworden ist. Der berufliche zwischenmenschliche Kontakt ist dadurch sehr viel persönlicher geworden – und der Druck, den ich mir in dieser Hinsicht noch in den ersten Wochen im Home Office selbst auferlegt habe, hat deutlich abgenommen. Dennoch freue ich mich auch, wenn ich hoffentlich bald wieder morgens zur Arbeit fahren und im Büro mit einem Kaffee in der Hand in meinen Tag starten kann, ohne darüber nachdenken zu müssen, wie ich meine Kinder heute am besten beschäftige, um ohne Ablenkungen arbeiten zu können.

Wir danken Franziska Wolf, dass sie ihre Erfahrungen der letzten Monate mit uns geteilt hat und uns stellvertretend für viele weitere Eltern bei der Treuhand Hannover einen Einblick in die Herausforderungen ihres derzeitigen Berufsalltags gegeben hat. »Weil es bei uns nur gemeinsam geht«, ist es uns wichtig, zuzuhören und zu verstehen, um davon ausgehend zusammen mit unseren Mitarbeitern das Arbeitsumfeld im Sinne aller Beteiligten weiter zu verbessern. Wenn Sie mehr über die Treuhand Hannover als Arbeitgeber erfahren möchten, finden Sie hier viele weitere Informationen.

11.02.2021
Ricarda Romero

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