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GKV-Finanzergebnis: Einnahmen sprudeln

Die Ausgaben für Arzneimittel wuchsen 2018 geringer als die allgemeinen GKV-Ausgaben, die Krankenkassen erzielten hohe Überschüsse und die Einsparungen durch Rabattverträge sind auf einem Höchststand. Diese und andere Befunde finden sich in der aktuellen Finanzberichterstattung des BMG.
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Am bekanntesten ist die Beitragsrückerstattung als Barzahlung. Damit werden Kunden belohnt, die in einem Jahr keine Kosten verursacht haben. Die Versicherung gibt einen Teil der gezahlten Beiträge zurück. Oftmals steigt die Erstattung an, wenn ein Versicherter mehrere Jahre lang keine Rechnungen einreicht.

Die Voraussetzungen, unter denen Sie von Ihrer privaten Krankenversicherung eine Beitragsrückerstattung erhalten können, finden Sie in den allgemeinen Versicherungs- und Tarifbedingungen Ihres Vertrages.

Anfang April hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Finanzergebnisse 2018 der Gesetzlichen Krankenversicherung veröffentlicht. Einnahmen in Höhe von rund 241 Milliarden Euro standen Ausgaben von etwa 239 Milliarden Euro gegenüber. Damit sind die Einnahmen der Krankenkassen um 3,3 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten verzeichneten bei einem Anstieg der Versichertenzahlen von rund 0,8 Prozent einen Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Ausgabenentwicklung 2018 bewegte sich damit weitestgehend im Rahmen der Erwartungen des Schätzerkreises.

Arzneimittelausgaben stiegen 2018 um 3,1 Prozent
Die Arzneimittelausgaben stiegen um 3,1 Prozent und damit geringer als die allgemeine Ausgabenerhöhung. Hierbei spielen die Entwicklungen im Bereich innovativer Arzneimittel eine zentrale Rolle. Bei den Rabattvereinbarungen zwischen Krankenkassen und pharmazeutischen Unternehmern gab es eine deutliche Erhöhung des Erstattungsvolumens um rund 9 Prozent. Mit fast 4,4 Milliarden Euro liegen die Einsparungen aus diesen Verträgen so hoch wie nie. 

Ebenfalls ein Plus von 3,1 Prozent gab es bei den Ausgaben für Krankenhausbehandlung und bei der vertragsärztlichen Vergütung. Deutlich überproportional gestiegen sind die Ausgaben für Heilmittel mit 11,5 Prozent und die Netto-Verwaltungskosten der Krankenkassen mit 5 Prozent.

Kassen sollen Überschüsse abbauen
Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2018 mit einem Einnahmeüberschuss von 2 Milliarden Euro im dritten Jahr in Folge ein positives Finanzergebnis erzielt. Die Betriebsmittel und Rücklagen haben damit Ende Dezember einen Wert von rund 21 Milliarden Euro erreicht. Auch der Gesundheitsfonds erzielte dank der positiven Einnahmeentwicklung einen Überschuss von 562 Mio. Euro. Damit verfügte der Fonds zum Stichtag 15. Januar 2019 über eine Liquiditätsreserve von rund 9,7 Milliarden Euro. Die gesetzliche Krankenversicherung profitiert wie die anderen Sozialversicherungszweige von der positiven Lohn- und Beschäftigungsentwicklung.

Nach den aktuellen Erkenntnissen und unter Berücksichtigung der Prognose des Schätzerkreises spricht alles dafür, dass die GKV in 2019 ebenfalls schwarze Zahlen schreiben wird. Daher gibt der Gesetzgeber den Kassen vor, den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz auf 0,9 Prozent zu senken und Finanzreserven abzubauen. »Dann haben die Beitragszahler auch etwas von der guten Finanzlage«, so Gesundheitsminister Jens Spahn.

06.05.2019
Guido Michels - Treuhand Hannover

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