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Hochwasserkatastrophe – was ist zu tun?

Die aktuellen Bilder machen betroffen. In der Presse und den sozialen Medien zeigt sich viel Hilfsbereitschaft. Berufsverbände berichten von 65 betroffenen Apotheken in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Aufräumarbeiten und Wiederherstellung der Infrastruktur sind die Maßnahmen der Stunde.

Für Apotheken gibt es neben den vielen traumatisierten Menschen im und um den Betrieb besondere Herausforderungen: Vernichtung von Hightech-Ausstattung (EDV, Kommissionierer), Sondermüll (Labor, Arzneimittel), nicht zu öffnende Tresore und vieles mehr.

Schließung melden
Betroffene Apotheken müssen ihre zuständige Aufsichtsbehörde und Kammer über die Schließung informieren (Sicherstellung Arzneimittelversorgung, Umverteilung Notdienst etc.). Es ist abzuwägen, ob gegebenenfalls ein Weiterbetrieb im Container in Frage kommt. Spricht man mit Betroffenen, sind diese oftmals im Zweifel, ob eine Wiedereröffnung danach überhaupt in Frage kommt. Je nach Betroffenheit kann es Monate oder sogar Jahre dauern, bis städtisches Leben wieder in Gang kommt. Darauf kann und will nicht jeder warten. Kurzfristig sind diese Punkte wichtig:

  • Geeignete Maßnahmen treffen (Abpumpen des Wassers, Reinigung und Trocknung von Gebäuden und beschädigten Gegenständen), auch um die Schadenhöhe zu mindern und Folgeschäden auszuschließen.
  • Die erreichten Pegelstände markieren.
  • Versicherungen informieren: Wohngebäude, Hausrat, Elementarschaden. Sind Hochwasserrisiken und Starkregen mit abgesichert? Hat die Versicherung Sie korrekt und nachweislich zur Absicherung der Schäden beraten? Wenn nicht, Klagechance prüfen.
  • Wände und beschädigte Gegenstände fotografieren, beschädigte Sachen aufbewahren, bis der Versicherer den Schaden abschließend reguliert hat.Keine Reparaturaufträge oder ähnliches vergeben, ohne vorher die Freigabe durch den Versicherer erhalten zu haben. Dies gilt nicht für dringende Maßnahmen zur Schadensbegrenzung.
  • Liste mit den beschädigten oder unbrauchbaren Sachen aufstellen.
  • Für die einzelnen Gegenstände Kopien der entsprechenden Kaufquittungen beilegen bzw. Kostenvoranschläge einholen oder die ungefähre Schadenhöhe zunächst selbst abschätzen.
  • GKV-Rezepte sind oft über die Rechenzentren versichert, bei Totalverlust erfolgt Schätzung. Liegen beim Abrechner Scan-Rezepte vor?
  • Kontaktaufnahme mit dem Finanzamt bei vernichteten Betriebs-Dokumenten.
  • An der Warenwirtschaft: Kontaktaufnahme mit dem Software-Anbieter wegen Rettung der Abverkaufsdaten. Wenn nicht möglich, Testat des Anbieters einholen und für eine ggf. erfolgende Betriebsprüfung aufheben.
  • Aushang: Wo bekommt der Patient seine Nachlieferungen? Welche Apotheke ist betriebsbereit?

Marktpartner helfen

  • Apothekenbedarfshersteller bieten Leihgeräte, Checkliste für Wiederinbetriebnahme, Unterlagen zur Schadensabwicklung etc. an.
  • Der Deutsche Apotheker Verlag ersetzt betroffenen Apothekerinnen und Apothekern ihre unbrauchbar gewordene Fachliteratur kostenlos.
  • Die Apobank stellt Kredite als Soforthilfe bereit und unterstützt über die Plattform univiva Pressemitteilung Flutkatastrophe

Welche steuerlichen Maßnahmen (Stundung, Vorauszahlungen etc, Sach- und Geldspenden) wie genutzt werden können, dazu finden Sie in unserem Magazin den Artikel »Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz: Unterstützung der Geschädigten durch steuerliche Maßnahmen« (siehe unten).

Unterstützung an Betroffene der Flutkatastrophe
Die Treuhand Hannover unterstützt Mandanten und Mitarbeiter, denen durch die aktuelle Flutkatastrophe ein Schaden entstanden ist, mit einer pauschalen Zuwendung in Höhe von 500 Euro. Darüber hinaus spendet der Treuhand-Verband Deutscher Apotheken e. V. einen Betrag von 5000 Euro an die Organisation Apotheker helfen e. V. zur Unterstützung von Hochwasser-Geschädigten.

03.08.2021
Jutta Degenhardt

Kontakt

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Dr. Jutta Degenhardt
Apothekerin, Leiterin der Abteilung Betriebswirtschaft
Telefon: 0511 83390 -347
Fax: 0511 83390 -343
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