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Neuer Freibetrag entlastet gesetzlich krankenversicherte Betriebsrentner

Betriebsrenten werden bei gesetzlich Krankenversicherten mit dem vollen Beitragssatz in der Kranken- und Pflegeversicherung belastet. Diese schon lange kritisierte Regelung bleibt weiterhin bestehen. Die Einführung eines Freibetrages ab dem 1. Januar 2020 sorgt in vielen Fällen jedoch für eine deutliche Beitragsminderung.
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Erhält ein Pflichtversicherter der gesetzlichen Krankenversicherung eine Rente aus der betrieblichen Altersversorgung, die den Betrag von 155,75 Euro (2019) übersteigt, ist nach geltender Rechtslage der Gesamtbetrag zu verbeitragen. Darauf wird dann der volle Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 14,6 Prozent zuzüglich des kassenindividuellen Zusatzbeitrages, des Pflegeversicherungsbeitrages in Höhe von 3,05 Prozent und ggf. des Kinderlosenzuschlages in Höhe von 0,25 Prozent erhoben.

Einführung eines Freibetrages
Das Gesetz sieht vor, dass die bisherige Freigrenze im Jahr 2019 in Höhe von 155,75 Euro (2020: 159,25 Euro), die für alle Versorgungsbezüge gilt, um einen Freibetrag in gleicher Höhe nur für die Renten der betrieblichen Altersversorgung (Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds) ergänzt wird.

Nach dem GKV-Betriebsrentengesetz wird ab 1. Januar 2020 nur noch der Betrag verbeitragt werden, der die geltende Grenze in Höhe von 159,25 Euro übersteigt. Das heißt konkret, dass für die ersten 159,25 Euro der Betriebsrente dann keine Krankenversicherungsbeiträge mehr gezahlt werden. Erst darüber hinausgehende Beträge unterliegen der Beitragspflicht. Bezieht eine Person beispielsweise eine Betriebsrente in Höhe von 200 Euro monatlich, unterliegen zukünftig nur 40,75 Euro der Beitragspflicht.

Diese Regelung gilt nicht für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wie auch bisher müssen freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung die Versorgungsbezüge in voller Höhe verbeitragen, auch wenn deren Höhe die bisherige Freigrenze nicht übersteigt. Sie bleiben auch von der Einführung des Freibetrages ausgenommen.

19.02.2020
Anke Kunigkeit

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Anke Kunigkeit
Diplom-Ökonomin
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