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Sachbezüge und 44-Euro-Grenze: Änderungen ab 2020

Die Ausgabe von Gutscheinen ist ein beliebtes Mittel zur Mitarbeitermotivation. In vielen Unternehmen sind Gutscheine in verschiedenen Ausprägungen bereits im Einsatz.
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Dabei ist von entscheidender Bedeutung, ob es sich bei dem Gutschein um eine echte Sachzuwendung oder um Barlohn handelt.

Der Bundesrat hat am 29. November 2019 dem Jahressteuergesetz 2019 zugestimmt. Das Gesetz enthält neben zahlreichen weiteren Regelungen eine wichtige Änderung bei der Abgrenzung von Bar- und Sachlohn. Diese sollten Sie als Arbeitgeber unbedingt im Blick haben, da sie Auswirkungen auf Gutscheine und Geldkarten für Mitarbeiter hat.

Was müssen Sie als Arbeitgeber ab 2020 zu beachten?
Auf Grundlage der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes ist bis zum 31. Dezember 2019 ein Sachbezug regelmäßig anzunehmen, wenn der Arbeitnehmer lediglich die Sache selbst beanspruchen kann. Unerheblich ist, ob der Arbeitnehmer die Sache unmittelbar vom Arbeitgeber erhält oder ob der Arbeitnehmer die Sache von einem Dritten auf Kosten des Arbeitgebers bezieht. Es darf jedoch keine Barauszahlung möglich sein.

Durch die Verschärfung im Jahressteuergesetz 2019 dürfte die Abgrenzung zwischen Bar- und Sachlohn – insbesondere bei Gutscheinen und Geldkarten – ab dem 1. Januar 2020 etwas komplizierter werden.

Mit der neuen gesetzlichen Definition der »Einnahmen‚ die in Geld bestehen« wird festgeschrieben, dass

  • zweckgebundene Geldleistungen,
  • nachträgliche Kostenerstattungen,
  • Geldsurrogate
  • und andere Leistungen, die auf einen Geldbetrag lauten,

grundsätzlich keine Sachbezüge sind; es liegen vielmehr Geldleistungen vor.

Gutscheine und Geldkarten
Gutscheine und bestimmte Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen, können weiterhin bis 44 Euro steuerfrei bleiben. Voraussetzung ist aber, dass diese Gutscheine zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden und es sich um keine Gehaltsumwandlung handelt.

Die Ausnahmeregelung soll jedoch regelmäßig nicht anwendbar sein bei Geldkarten, die als Geldersatz im Rahmen unabhängiger Systeme des unbaren Zahlungsverkehrs eingesetzt werden können. Als Geldleistung zu behandeln sind daher insbesondere bestimmte Geldkarten, die über eine Barauszahlungsfunktion oder über eine eigene IBAN verfügen, die für Überweisungen oder für den Erwerb von Devisen verwendet sowie als generelles Zahlungsinstrument hinterlegt werden können. Solche Karten sind ab nächstem Jahr vom ersten Euro an steuerpflichtig.

Durch die Neuregelung ist es erforderlich, die bei Ihnen bereits im Einsatz befindlichen Gutscheine oder Geldkarten näher zu betrachten, um zu entscheiden, ob Bar- oder Sachlohn vorliegt und die Steuerfreigrenze von 44 Euro pro Monat weiterhin angewendet werden kann. Sollten Sie hinsichtlich der Einordnung der von Ihnen verwendeten Gutscheine oder Geldkarten unsicher sein, steht Ihnen Ihr persönlicher Berater gerne zur Verfügung.

18.12.2019
Katja Adam

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