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So unterstützt »Kollege Roboter«

Die Apotheke ist ein personalintensiver Betrieb. Die Idee, sich durch eine Maschine bei der Lagerung und Zusammenstellung der Medikamente unterstützen zu lassen, liegt da nahe. Wir sagen, wo die Vorteile liegen können.

Der typische Arbeitsablauf in einer Apotheke ist nach wie vor durch die Abgabe von Arzneimitteln auf Rezept geprägt. Dabei ist, abhängig von den räumlichen Gegebenheiten, eine mehr oder weniger lange „Rennzeit“ erforderlich, um das Medikament aus den Schubsäulen zu holen. Ist das Alphabet nur ein paar Schritte entfernt, dauert das Heranholen der gewünschten Arzneimittelpackung an den Handverkaufstisch oft unter einer Minute. Ist ein längerer Weg, gar noch über Treppen oder in andere Räume zurückzulegen, benötigen die Mitarbeiter mitunter für denselben Vorgang mehrere Minuten. In Zeiten der Rabattverträge ist teilweise sogar mehrfaches Laufen erforderlich. 

Mehr Zeit am Kunden
Ein Kommissionierautomat sorgt dafür, dass diese Laufzeiten mehrheitlich entfallen. Die Maschine ist zwar nicht viel schneller als die Mitarbeiter zu Fuß: nimmt man Such-, Warte- und Transportzeiten zusammen, so dauert es auch 25 bis 45 Sekunden, bis die Ware am HV ist. Der Vorteil liegt aber darin, dass die Mitarbeiter in dieser Zeit beim Kunden verbleiben, ihn beraten und eventuell Zusatzempfehlungen aussprechen können. In Stoßzeiten oder in Apotheken mit generell hohem Kundenaufkommen ermöglicht dieser Zeitpuffer auch die Bedienung von mehr Kunden als vorher. Viele Apotheker berichten auch, dass der Automat mehr Ruhe in die Offizin bringe, da die Mitarbeiter nicht ständig hin und her laufen müssen. Dies wirkt sowohl für den Kunden als auch für die Mitarbeiter positiv. 

Raum besser nutzen
Heute entfallen zwar im Durchschnitt 95 Prozent des Umsatzes und 85 bis 90 Prozent des Rohgewinnes auf rezept- und apothekenpflichtige Arzneimittel, aber ein attraktives Nebensortiment an Waren und Dienstleistungen hilft, sich vom Konkurrenten zu unterscheiden und den Rezeptkunden in die Apotheke zu locken. In Lauflagen ist der Umsatzanteil des Nebensortimentes höher und die Präsentation demzufolge noch wichtiger.

Nun ist gerade in Lauflagen die Ladenfläche knapp und teuer. Apotheken, die aus Platzmangel die Ware nicht attraktiv präsentieren können, haben einen deutlichen Wettbewerbsnachteil. Ein Lagerautomatisierungssystem kann helfen, die kostbare Fläche optimal zu nutzen, indem der Automat in günstigeren Räumen, zum Beispiel Obergeschoss oder Keller untergebracht wird und die Ware durch ein Transportsystem zum HV gebracht wird.

Einsparungen im Back-Office
Vollautomatische Systeme erledigen nicht nur die Auslagerung mechanisch, sondern erleichtern die Arbeit auch bei der Einlagerung. Beim vollautomatischen Einlagerungssystem werden die Medikamente ungeordnet auf ein Förderband gelegt bzw. geschüttet, den Rest erledigt der Automat. Dies schafft besonders im PKA-Bereich große Freiräume, die für andere Tätigkeiten genutzt werden können. 

Doch auch bei halbautomatischer Bestückung bleiben Effizienzgewinne in der Lagerpflege und Warenbearbeitung. Als Beispiele sind zu nennen: die schnellere Ladenhüter- und Retourenbearbeitung, vereinfachte Neuaufnahme bzw. Auslistung von Waren oder die Zusammenstellung von Altenheim-, Nachlieferungs- oder Botendienstaufträgen. Darüber hinaus sinkt die Fehlerquote bei Einlagerung und Entnahme der Waren.

Die Abbildung fasst die Vorteile einer Lagerautomatisierung zusammen. Es ist allerdings blauäugig anzunehmen, dass sich alle positiven Effekte zusammen einstellen können. Warum dies so ist, wie sich Kosten und Nutzen darstellen, erläutern wir in dem zweiten Teil »Wann lohnt sich ein Warenautomat?«.

19.06.2017
Guido Michels

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Guido Michels
Diplom-Ökonom
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