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Spahn: Botendienst-Vergütung soll bleiben, aber sinken

Bis Ende September erhalten die Apotheken 5 Euro je Botendienstlieferung. Bundesgesundheitsminister Spahn will die Vergütung weiterführen und bringt für die Zeit danach einen Betrag von 2,50 Euro ins Spiel.
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Während der Corona-Pandemie im April hat das Bundesgesundheitsministerium das Botendienstentgelt eingeführt, aber bis zum 30. September 2020 befristet. Wie jetzt aus dem Entwurf des Krankenhaus-Zukunftsgesetzes hervorgeht, will Gesundheitsminister Spahn die Regelung dauerhaft fortführen. Allerdings sollen statt derzeit 5 Euro künftig nur noch 2,50 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer je Lieferort und Tag gezahlt werden.

Im Gesetzentwurf heißt es: »Die Einführung der Botendienstvergütung ist notwendig, um insbesondere in Regionen mit geringerer Apothekendichte eine Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sicherzustellen. Der Botendienst trägt bei dem zunehmenden Anteil der älterwerdenden Bevölkerung damit zu deren Entlastung bei der Zahl der Apothekenbesuche und zur Sicherstellung der Versorgung dieser Personen mit Arzneimitteln bei.«

Senkung nicht begründet
Positiv zu bewerten ist, dass die Regierung die Wichtigkeit des Botendienstes für die Versorgung sowie den erheblichen Aufwand, der den Apotheken entsteht, anerkennt. Ebenso positiv ist die nun erfolgte Entfristung. Nicht verständlich ist allerdings, warum während der Corona-Pandemie ein Betrag von 5 Euro angesetzt wurde, nun aber die Hälfte ausreichen soll. Nach Schätzungen der Treuhand Hannover reicht der Betrag von 2,50 Euro nicht aus, um den Botendienst wirtschaftlich zu betreiben. Während also der Betrag von 5 Euro für Apotheken ein Anreiz sein konnte, diese in Corona-Zeiten sinnvolle und für die Patienten risikoarme Variante der Belieferung auszuweiten, müssen sich Apotheken nun unter Kostenaspekten überlegen, in wie weit man den Botendienst forciert oder nicht.

21.08.2020
Guido Michels

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Guido Michels
Diplom-Ökonom
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