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Steuerfreier Zuschuss zur Kinderbetreuung

Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern einen Zuschuss für den Kindergarten, die Kita oder eine Tagesmutter steuer- und sozialabgabenfrei gewähren. Es gilt jedoch, einige Regeln zu beachten.
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Begünstigte Leistungen

  • Unterbringung – einschließlich Verpflegung – und Betreuung von Kindern des Arbeitnehmers 
  • Leistungen in Vorschulen beziehungsweise Vorklassen, die es in einigen Bundesländern gibt
  • Nicht begünstigt sind die Leistungen für die Beförderung zur Einrichtung, für Unterricht sowie die bloße Vermittlungsleistung des Arbeitgebers hinsichtlich einer Betreuungseinrichtung

Begünstigte Einrichtungen

  • Kindergärten (betrieblich oder außerbetrieblich) und vergleichbare Einrichtungen 
  • Vergleichbare Einrichtungen sind zum Beispiel Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Tagesmütter, Wochenmütter und Ganztagspflegestellen.
  • Nicht begünstigt ist die Betreuung im eigenen Haushalt zum Beispiel durch Babysitter, Kinderpfleger, Haushaltshilfen oder Familienangehörige.

Keine Schulpflicht des Kindes

  • Nicht begünstigt ist die Betreuung von schulpflichtigen Kindern unabhängig davon, ob sie in einer Schule oder einer betrieblichen Einrichtung betreut werden. 
  • Aus Vereinfachungsgründen wird immer von »nicht schulpflichtigen« Kindern ausgegangen, solange diese tatsächlich noch nicht eingeschult sind (zum Beispiel mangels Schulreife zurückgestellte Kinder).
  • Die Zuschüsse können bis zum konkreten Tag der Einschulung zeitanteilig steuer- und sozialabgabenfrei bleiben.
  • Es gibt kein Mindestalter, die Betreuung von Kleinkindern (unter drei Jahren) ist auch begünstigt. 

Zusätzlichkeit des Zuschusses

Der Kinderbetreuungszuschuss muss zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden. Eine Gehaltsumwandlung ist nicht begünstigt. Die Zusätzlichkeit liegt auch dann vor, wenn der Zuschuss unter Anrechnung auf eine freiwillige Sonderzahlung des Arbeitgebers, zum Beispiel freiwilliges Weihnachtsgeld, oder auf eine künftige Gehaltserhöhung angerechnet wird. 

  • Eine künftige Gehaltssteigerung kann als Zuschuss gewährt werden.
  • Die Zusätzlichkeit gilt als erfüllt, wenn die zweckbestimmte Leistung zu dem Arbeitslohn hinzukommt. Auch dann, wenn der Arbeitnehmer arbeitsvertraglich oder aufgrund einer anderen arbeits- oder dienstrechtlichen Rechtsgrundlage einen Anspruch auf die zweckbestimmt Leistung hat.
  • Die Steuerfreiheit hängt auch nicht davon ab, ob nur der Barlohn oder dieser zuzüglich des Zuschusses die Bemessungsgrundlage für künftige Sonderzahlungen, Gehaltserhöhungen oder Leistungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Altersvorsorge bildet.
  • Nicht begünstigt ist eine Umwidmung einer bereits wirksamen Gehaltssteigerung in einen Barlohnanteil und Zuschuss. 
  • Nicht begünstigt ist eine Gehaltsumwandung – Verzicht auf geschuldeten Arbeitslohn und Umwandlung als Zuschuss. 

Steuerschädlich sind Rückfallklauseln. Diese regeln, dass ab dem Wegfall der Voraussetzungen für den Zuschuss dieser Vergütungsanteil nicht ersatzlos wegfällt, sondern beim Arbeitnehmer automatisch ein Anspruch auf entsprechenden Bruttolohn auflebt.

16.04.2019
Jasna Bubic-Iben

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