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Wirtschaftliche Situation der Apotheken zum Jahres­ende 2017

Im Jahr 2017 wurden die wirtschaftlichen Verhältnisse der Apotheken in erster Linie durch vermehrt höherpreisige RX-Arzneimittel und durch Tarifsteigerungen beim Lohn beeinflusst.

Die Zahl der 2017 abgegebenen Packungen sank leicht, unter anderem bedingt durch Abflüsse an EU-Versandapotheken. Zudem gab es durch Veränderungen bei Zytostatika-Ausschreibungen durch die gesetzlichen Krankenkassen einige Umsatzverschiebungen bei diesen Apotheken. Kleine Verbesserungen für alle Apotheken resultierten aus höheren Vergütungen bei dokumentationspflichtigen Arzneimitteln, bei Betäubungsmitteln (BTM) und Rezepturen. Im bundesweiten Durchschnitt legten die Apotheken beim Umsatz um 3,3 Prozent zu. Der Zuwachs im GKV-Umsatz betrug bundesweit im Treuhand-Durchschnitt rund 3,8 Prozent. Wesentlicher Treiber der Entwicklung waren neue, innovative Arzneimittel.

Der Handverkauf (Privatrezepte, Selbstmedikation und Freiwahl) zeigte ein Wachstum von 2,0 Prozent. Da die Anzahl der Apotheken in Deutschland um 275 Betriebsstätten zurückging, geht ein kleiner Teil der Umsatzsteigerung auch auf Umverteilungs­effekte zurück. Verbunden mit dem Umsatzwachstum und einer sinkenden Packungsmenge resultiert daraus ein höherer Durchschnittspreis je Packung. Der Wert je GKV-RX-Packung im Betriebsvergleich der Treuhand Hannover für Apotheken liegt je nach Region durchschnittlich zwischen 45 bis 52 Euro netto. 

Der Wareneinsatz verteuerte sich im Durchschnitt um 0,4 Prozentpunkte oder 3,8 Prozent. Der Rohgewinnsatz betrug im Durchschnitt 23,9 Prozent vom Netto-Umsatz einer Apotheke. Die Betriebskosten (inklusive Personalkosten) legten um 1,8 Prozent zu. Durch Tariflohnerhöhung hat die Personalkostenbelastung um 3,3 Prozent zugenommen. Die durchschnittliche Personalkostenbelastung in einer Apotheke lag bei 10,7 Prozent vom Umsatz.

Bei den sonstigen Kosten gab es nur minimale Veränderungen, insbesondere die Zinsbelastung ist weiterhin rückläufig. Prozentual liegt die Gesamtkostenbelastung im Durchschnitt bei 17,9 Prozent. Per Saldo konnte die durchschnittliche Apotheke das Betriebsergebnis (inklusive Notdienstfondszuschuss) um rund 3.000 Euro steigern. Die Relation zum Umsatz liegt bei 6,3 Prozent. 

22.03.2018
Christian Meyer - Treuhand Hannover

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