Digitale Kundenterminals können den digital affinen Kunden an die Apotheke binden, da diese flexibel ihre Einkäufe selbst abwickeln können. Zugleich wird das Apothekenteam entlastet, indem Routineaufgaben effizienter erledigt werden. Gerade in Stoßzeiten lassen sich dadurch auch Wartezeiten der Kundschaft reduzieren. Auch die Abläufe in Lager und Verkauf lassen sich durch die direkte Anbindung an die Apothekensoftware optimieren, und es besteht die Möglichkeit, zusätzlichen Umsatz zu generieren.
Gleichzeitig sind einige Herausforderungen zu berücksichtigen.
Das betrifft zum einen die Kostenseite. Die Anschaffung eines Terminals ist mit hohen Investitionskosten verbunden, und es besteht ein Wartungs- sowie Technikaufwand. Die Anschaffungskosten für digitale Kundenterminals liegen je nach Anbieter und Ausstattung für den Einstieg bei 6.000 Euro aufsteigend. Modelle mit umfangreicherer Ausstattung kosten jedoch einen fünfstelligen Betrag. Die monatlichen Kosten liegen bei mehreren Hundert Euro im Monat. Diese Ausgaben müssen durch Mehrumsatz oder Prozessvereinfachungen eingespielt werden. Zudem erfordert die Einführung der neuen Technologie Zeit und Ressourcen, da sowohl das Team als auch die Besucher Schulungen sowie Einarbeitung benötigen, bevor die Terminals effizient genutzt werden können
Zum anderen besteht eine ganz grundsätzliche Herausforderung: Wird meine Apotheke trotz des Einsatzes digitaler Kundenterminals noch hinreichend als Ort der persönlichen Beratung und vertrauten Betreuung wahrgenommen? Hier liegt ja der große Vorteil der Apotheke im Vergleich zu anderen Anbietern wie etwa Versandapotheken. Es wird also darum gehen, die Terminals auch den Kunden gegenüber als Option für eine schnellere und leichtere Abwicklung der »Rezept-Bürokratie« zu vermitteln, die es erlebbar ermöglicht, sich ganz auf ihre persönliche Beratung zu konzentrieren.