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Erleichterte Nachweismöglichkeiten für Spenden

Der Krieg in Europa löste von Beginn an eine große Welle der Solidarität aus. Damit einher ging auch die Bereitschaft von Geldspenden. Damit Spender ihren Beitrag in ihrer Steuererklärung berücksichtigen lassen können, wurden erleichterte Nachweismöglichkeiten für Spenden geschaffen.

Weltweit sorgt der erschütternde Krieg in der Ukraine für eine Mobilisierung der Spendenbereitschaft. Wir haben von vielen Apothekern gehört, dass Kunden sich nach Verbandsmaterial und anderen Hilfsgütern zum Kauf erkundigen, die sie anschließend für die Ukraine spenden wollen. Neben solchen Sachspenden sind vor allem Geldspenden an Organisationen hilfreich, die die Mittel sinnvoll nach dem ihnen bekannten Bedarf an die Betroffenen zuteilen können. Das Bundesministerium der Finanzen hat nun den erleichterten Spendenabzug für diese Zwecke ermöglicht. Unter welchen Voraussetzungen sich nun die Spenden steuerlich beim Spender auswirken können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie funktioniert der vereinfachte Spendennachweis bei Überweisungen?

Für Spenden auf alle Sonderkonten, die von begünstigten Spendenempfängern eingerichtet wurden, gilt ohne betragsmäßige Begrenzung der vereinfachte Zuwendungsnachweis. Danach genügt als Nachweis der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung (zum Beispiel ein Kontoauszug) eines Kreditinstituts oder der PC-Ausdruck vom Online-Banking. Dies gilt auch für Spenden, die bis zum 31. Dezember 2023 nicht auf ein Sonderkonto, sondern auf ein Konto der begünstigten Spendenempfänger geleistet wurden.

Spenden an nicht begünstigte Empfänger sind nur dann steuerlich abziehbar, wenn das Spendenkonto als Treuhandkonto geführt wird und die Zuwendungen anschließend entweder an eine gemeinnützige Körperschaft oder an eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts weitergeleitet werden. Dabei bestehen aber besondere Anforderungen an den Spendennachweis.

Besondere Anforderungen beim Ausstellen des Spendennachweises müssen auch gemeinnützige Einrichtungen beachten, die nach ihrer Satzung keine mildtätigen Zwecke verfolgen und trotzdem Spenden gesammelt haben – zum Beispiel Sportvereine.

Zuwendungen als Sponsoring-Maßnahme

Unternehmen dürfen Spenden als Betriebsausgaben absetzen, wenn sie damit einen Werbeeffekt erzielen wollen. Das heißt, die Spende muss öffentlichkeitswirksam vermarktet werden, zum Beispiel durch Berichterstattung in den Medien.

Welche Erleichterungen gibt es bei der Umsatzsteuer?

Stellen Sie als Unternehmer den vom Krieg Betroffenen unentgeltlich Unterkünfte, die für eine umsatzsteuerpflichtige kurzzeitige Vermietung (zum Beispiel Hotelzimmer oder Ferienwohnungen) vorgesehen waren, zur Verfügung, dann wird diese unentgeltliche Leistung keiner Umsatzversteuerung unterworfen. Gleiches gilt für die unentgeltliche Bereitstellung von unternehmenseigenen Gegenständen und Personal an Einrichtungen, die einen unverzichtbaren Einsatz zur Bewältigung der Auswirkungen und Folgen bei den vom Krieg in der Ukraine Geschädigten leisten.

Wie können Arbeitnehmer direkt vom Arbeitslohn spenden?

Verzichten Arbeitnehmer zum Zwecke einer Spende durch den Arbeitgeber auf die Auszahlung von Teilen des Arbeitslohns (zum Beispiel auf die Auszahlung von Überstunden), bleibt dieser Lohnanteil steuerfrei. Die so zugewendeten Beträge darf der Arbeitnehmer allerdings nicht zusätzlich als Spende in seiner Einkommensteuererklärung geltend machen.

Der Arbeitgeber muss den gespendeten Arbeitslohn im Lohnkonto aufzeichnen. Auf diese Aufzeichnung kann verzichtet werden, wenn stattdessen der Arbeitnehmer seinen Verzicht schriftlich erteilt hat und diese Erklärung zum Lohnkonto genommen wird. In der Lohnsteuerbescheinigung muss der betreffende Arbeitslohn nicht angegeben werden.

Die Maßnahmen galten ursprünglich bis zum Jahresende 2022. Die Finanzverwaltung hat am 17. November 2022 eine Verlängerung der Regelungen bis zum Jahresende 2023 beschlossen.

25.11.2022
Laura Zeitzmann

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Laura Zeitzmann
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