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Änderungen bei der steuerlichen Förderung von Hybridfahrzeugen ab 2022

Wird ein betriebliches Fahrzeug durch den Unternehmer privat genutzt oder an Arbeitnehmer zur Privatnutzung überlassen, wird die private Verwendung entweder über die Fahrtenbuchmethode oder mit einem bestimmten Prozentsatz des Bruttolistenpreises bewertet. Soweit bekannt, doch gibt es für Elektro- oder Hybridfahrzeuge gesonderte Regelungen? Schließlich gibt es für sie auch steuerliche Erleichterungen. Wir klären auf.

Weniger Kraft- und dafür mehr Elektrofahrzeuge sollen auf deutschen Straßen unterwegs sein. Deshalb gibt es als Beitrag zur Verkehrswende verschiedene steuerliche Erleichterungen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Dabei kann es sich entweder um ausschließlich elektrisch angetriebene Fahrzeuge oder um »Hybridfahrzeuge« handeln. An die Inanspruchnahme der steuerlichen Erleichterungen werden je nach Antriebsform und Inbetriebnahme des Fahrzeugs verschiedene Anforderungen gestellt. Welche Voraussetzungen welcher Fahrzeugtyp erfüllen muss und welche verschärften Regeln ab 2022 gelten, erläutern wir Ihnen im Folgenden.

Die steuerlichen Erleichterungen bezüglich der Besteuerung privater Fahrzeugnutzung gelten zurzeit bis 2030 und knüpfen an den Bruttolistenpreis des Fahrzeugs an.

Voraussetzungen für die steuerliche Förderung von Elektrofahrzeugen

Unter den folgenden zwei Bedingungen erfolgt im Rahmen der Bewertung der Privatnutzung seit 2020 eine Viertelung des Bruttolistenpreises:

  1. Es handelt sich um ein ausschließlich elektrisch angetriebenes Fahrzeug ohne jeglichen Ausstoß von CO2 und
  2. Der Bruttolistenpreis beträgt nicht mehr als 60.000 Euro.

Dabei ist wichtig, dass beide Kriterien erfüllt sein müssen.

Unter diese Regelung fallen zum Beispiel auch S-Pedelecs und E-Scooter. Beträgt der Bruttolistenpreis mehr als 60.000 Euro, findet eine Halbierung des Bruttolistenpreises wie bei den Hybridfahrzeugen statt.

Bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode erfolgt bei den entsprechenden Fahrzeugen eine Viertelung der Abschreibung oder der Leasing-/Mietkosten des Fahrzeugs.

Verschärfte Regeln bei Neuanschaffungen von Hybridfahrzeugen ab 2022

Bei einer Anschaffung von Hybridfahrzeugen ab 2022 kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Halbierung des Bruttolistenpreises erfolgen. Voraussetzung bei der Anschaffung sind, dass …

  • das Fahrzeug eine Kohlenstoffdioxid-Emission von höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer hat oder
  • die Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 60 Kilometer beträgt.

Für Hybridfahrzeuge, die bis Ende 2021 angeschafft werden, gilt noch eine Mindestreichweite von nur 40 Kilometern. Einige Fahrzeuge erfüllen die erhöhten Anforderungen ab 2022 nicht.  Insbesondere bei SUVs könnte die Verschärfung der Voraussetzungen zu Problemen führen. Bei geplanten Neuanschaffungen um den Jahreswechsel sollten die Merkmale des ausgewählten Fahrzeugs geprüft werden, um böse Überraschungen bei der Buchführung zu verhindern.

Anders als bei Elektrofahrzeugen muss bei diesem Fahrzeugtyp aber nur eines der genannten Kriterien erfüllt werden, damit die Halbierung des Bruttolistenpreises vorgenommen werden kann.

Besonderheiten bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode

Bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode erfolgt bei den entsprechenden Hybridfahrzeugen sowie bei Elektrofahrzeugen mit einem Bruttolistenpreis von mehr als 60.000 Euro eine Halbierung der Abschreibung oder der Leasing-/Mietkosten des Fahrzeugs.

30.11.2021

Kontakt

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Laura Zeitzmann
Steuerberatungsassistentin
Telefon: 0511 83390 -203
Fax: 0511 83390 -475
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