• {{label}}

Aufbewahrungspflicht von Lieferscheinen in der Apotheke

Am 12. Mai 2017 wurde das »Zweite Bürokratieentlastungsgesetz« verabschiedet. Unnötige Bürokratie bremst die wirtschaftliche Betätigung aller Firmen und belastet überproportional insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland. 

Mit dem zweiten Bürokratieentlastungsgesetz will die Bundesregierung die Wirtschaft entlasten. Die Schwerpunkte sind Vereinfachungen im Steuerrecht. Das Gesetz sieht ab dem Jahr 2017 unter anderem den Wegfall der Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine vor. 

Bisher bestimmte sich die Aufbewahrungsfrist für Lieferscheine nach den Aufbewahrungsfristen, die für Rechnungen einer Firma gelten. Rechnungen gehören buchhalterisch zu den Buchungsbelegen. Buchungsbelege unterliegen einer Aufbewahrungsfrist von zehn Jahren. Dass empfangene Lieferscheine weggeworfen werden dürfen, sobald die entsprechende Rechnung eingegangen ist und alle Informationen enthält, die auf dem Lieferschein stehen, kann dem Zweiten Bürokratieentlastungsgesetz entnommen werden

Ausnahmen bestätigen die Regel
Was bedeutet diese Neuregelung des zweiten Bürokratieentlastungsgesetzes nun für Sie? Dürfen Sie ab sofort alle Lieferscheine entsorgen? Die Antwort lautet: Nur, wenn der Lieferschein keinen Buchungsbeleg darstellt. Für die Entscheidung, ob Lieferscheine nach Eingang der Rechnung tatsächlich vernichtet werden können, ist genau zu prüfen, ob mit Erhalt der Rechnung alle relevanten Informationen aus dem Lieferschein ausreichend dokumentiert sind.

Es ist somit nach wie vor Vorsicht geboten, wenn der Lieferschein für die Rechnung relevante Angaben enthält. Unsere Erfahrungswerte aus der Praxis zeigen, dass beispielsweise in den Sammelrechnungen des Apotheken-Großhandels in der Regel auf die Lieferscheine verwiesen wird. Ebenso sind handschriftliche Vermerke zu Fehlmengen oder Retouren auf den Lieferscheinen in Apotheken üblich. Beides führt dazu, dass der Lieferschein zum Buchungsbeleg wird.

Praxishinweis
Sie müssen also für jeden Lieferschein neu entscheiden. Vor der Vernichtung des Lieferscheins müssen Sie selbst oder Ihre Mitarbeiter prüfen, ob auf dem Lieferschein Informationen enthalten sind, die zur Abbildung des Geschäftsvorfalls von Bedeutung sein könnten und nicht in der dazugehörigen Rechnung enthalten sind. Dies wird in der Regel bei handschriftlichen Vermerken und bei Sammelrechnungen der Fall sein. In diesen Fällen wird der Lieferschein zum Buchungsbeleg und ist weiterhin für zehn Jahre aufzubewahren.

31.08.2017
Katja Adam

Kontakt

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie weitere Informationen?

Katja Adam
Steuerberaterin
Telefon: 0511 83390 -244
Fax: 0511 83390 -475
E-Mail schreiben

Standorte

Sie möchten direkten Kontakt mit einer unserer über 30 Niederlassungen aufnehmen?

Niederlassung finden

Treuhand-Newsletter

Sie möchten über die aktuellsten Beiträge in unserem MAGAZIN und über weitere Neuigkeiten informiert werden?

 

Newsletter-Anmeldung

Zum Seitenanfang
Cookie-Einstellungen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugten Cookie-Einstellungen

Details zu den Cookies

Notwendige Cookies
Notwendige Cookies sind erforderlich, um die Webseite nutzbar zu machen. Diese Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen wie beispielsweise die Seitennavigation und den Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite. Ohne diese Cookies kann die Webseite nicht ordnungsgemäß funktionieren.

Tracking-Cookies
Tracking-Cookies werden verwendet, um das Nutzerverhalten auf der Website erfassen zu können. Diese Informationen werden genutzt, um das Nutzererlebnis stetig zu optimieren und Reibungspunkte oder mögliche Fehler zu verhindern.

Cookie-Historie