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Betriebliche Gesundheitsförderung

Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir am Arbeitsplatz und treffen dabei auf Bedingungen, die je nach Ausprägung unterschiedlich auf unsere Gesundheit einwirken können. Ungünstige Arbeitsbedingungen können nicht nur zu körperlichen Beschwerden bei den Beschäftigten führen, sie bergen auch Risiken für die psychische Gesundheit.
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Gesunde und motivierte Beschäftigte sind eine Grundvoraussetzung für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels haben moderne Unternehmen die Förderung der Gesundheit ihrer Beschäftigten systematisch in ihr Betriebs­management aufgenommen und als zentrales Zukunftsthema erkannt.

Wie tragen Krankenkassen zu betrieblicher Gesundheitsförderung bei?
Damit Arbeit nicht krank macht und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorgebeugt wird, unterstützen Krankenkassen die Gesundheitsförderung in Betrieben. Sie arbeiten dabei mit den Unternehmen sowie mit den Unfallversicherungsträgern und den Arbeitsschutzbehörden eng zusammen. 

Im Rahmen des Präventionsgesetzes wurde die betriebliche Gesundheitsförderung durch die Krankenkassen weiter ausgebaut. So sollen die Kassen verstärkt gesundheitsfördernde Strukturen in Unternehmen fördern, etwa durch Analyse der Arbeitssituation, Beratung zur Gestaltung gesundheits-förderlicher Arbeitsbedingungen und der Umsetzung verhaltenspräventiver Maßnahmen, beispielsweise zur Stressbewältigung. Um verstärkt kleine und mittlere Unternehmen zu erreichen, haben die Krankenkassen unter Nutzung bestehender Strukturen gemeinsame regionale Koordinierungsstellen für betriebliche Gesundheitsförderung in den Bundesländern eingerichtet.

Steuerförderung 2019 nur noch für zertifizierte Maßnahmen
Mit dem Jahressteuergesetz 2018 erfolgt eine Anpassung an das Präventionsgesetz (vom 17. Juli 2015, BGBL. 2015 I Seite 1368). Zukünftig wird zutreffend auf die Regelungen in §§ 20 und 20b SGB V verwiesen. Danach fallen unter die Steuerbefreiung Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Prävention und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V ge¬nügen. 

Die Zertifizierung war bislang nicht Voraussetzung für die Steuerbefreiung und sorgt jetzt für eine leichte Verschärfung. Für bereits vor dem 1. Januar 2019 begonnene, unzertifizierte Gesundheitsmaßnahmen hat der Gesetzgeber deshalb eine Übergangsregelung getroffen: Für bereits laufende Maßnahmen ist das Zertifizierungsverfahren erstmals maßgeblich für Sachbezüge, die nach dem 31. Dezember 2019 gewährt werden.

Gesundheitsförderung 2019: Informationen zu zertifizierten Kursen
Die Primärpräventionsmaßnahmen der Krankenkassen sollen die Versicherten motivieren und befähigen, etwas für ihre Gesunderhaltung zu tun. In Präventionskursen sollen sie neues Wissen und neue Fertigkeiten zur Gesunderhaltung erwerben und diese nach Ende der Maßnahmen selbständig weiter anwenden und in den beruflichen Alltag integrieren. Dies wird in den Kursen intensiv thematisiert. Die Kassen stellen ihren Versicherten Primärpräventionskurse in den folgenden Handlungsfeldern zur Verfügung:

Präventionsangebote der Krankenkassen

  • Handlungsfeld Bewegungsgewohnheiten:
  • Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität
  • Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme

Handlungsfeld Ernährung

  • Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung 
  • Vermeidung und Reduktion von Übergewicht

Handlungsfeld Stressmanagement

  • Förderung von Stressbewältigungskompetenzen
  • Förderung von Entspannung (Progressive Relaxation, Autogenes Training – Grundstufe, Hatha Yoga, Thai Chi, Qigong)

Handlungsfeld Suchtmittelkonsum

  • Förderung des Nichtrauchens 
  • Gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol / Reduzierung des Alkoholkonsums

Vor der Entscheidung über eine Förderung bzw. Bezuschussung der Präventionskurse prüfen die Krankenkassen die Einhaltung der Qualitätskriterien nach dem Leitfaden Prävention. Dazu gehören unter anderen die Qualifikation des Anbieters und die Wirksamkeit des Konzeptes.

Nicht gefördert werden:

  • Mitgliedsbeiträge in Sportvereinen, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen
  • Maßnahmen ausschließlich zum Erlernen einer Sportart
  • Trainingsprogramme mit einseitigen körperlichen Belastungen
  • Massagen
  • Maßnahmen von Anbietern, die ein wirtschaftliches Interesse am Verkauf von Begleitprodukten (zum Beispiel Diäten, Nahrungsergänzungsmittel) haben
  • Maßnahmen, die Einsatz von Medikamenten zur Gewichtsabnahme, Formula-Diäten (Nahrungsersatz- oder Ergänzungsmitteln) sowie extrem kalorienreduzierter Kost propagieren

Die Mehrzahl der Krankenkassen hat die Zentrale Prüfstelle Prävention mit der Prüfung beauftragt. Auf den Internetseiten der Krankenkassen finden Versicherte die förderfähigen Kursangebote in ihrer Region.

18.12.2018
Hans-Udo Wolter

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Fax: 0511 83390 -99263
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