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Insolvenzgeldumlage 2019 soll stabil bleiben

Die Insolvenzgeldumlage wurde zum 1. Januar 2018 von 0,09 Prozent auf 0,06 Prozent ge¬senkt. Im Jahr 2019 soll dies weiterhin so bleiben. Das sieht der Entwurf der Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2019 vor.

Die Insolvenzgeldumlage dient vorrangig der Finanzierung ausgefallener Entgeltansprüche eines Arbeitnehmers im Falle der Insolvenz des Arbeitgebers. Aus dem Umlagetopf werden auch die Einzugsstellen der Sozialversicherung bedient, wenn der Arbeitgeber wegen der insolvenzbedingten Zahlungsunfähigkeit seinen Beitragsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. 

Grundsätzlich besteht für alle Arbeitgeber, die Arbeitnehmer im Inland beschäftigen, die Verpflichtung zur Zahlung der Insolvenzgeldumlage. Größe, Branche und Ertragslage eines Betriebes sind dabei irrelevant. Auch eine Bagatellgrenze gibt es nicht. 

Die Insolvenzgeldumlage wird nach dem laufenden und einmaligen Arbeitsentgelt berech¬net, von dem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu zahlen wären. Sie ist für alle im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer und Auszubildenden zu zahlen. Dies gilt unab¬hängig davon, ob sie rentenversicherungspflichtig, rentenversicherungsfrei oder von der Rentenversicherungspflicht befreit sind. Auch für 450 Euro-Minijobber und kurzfristige Minijobber ist die Umlage zu zahlen. 

Beispiel 1:
Summe des dem Grunde nach rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts aller Arbeitnehmer und Auszubildenden pro Monat: 250.000 Euro 

Insolvenzgeldumlage: 250.000 Euro x 0,06 Prozent = 150 Euro

Sowohl für die Arbeitnehmer als auch für die Einzugsstellen sind dabei die Ansprüche für die Zeit der vorausgegangenen drei Monate des Arbeitsverhältnisses vor dem Insolvenzereignis ansetzbar. Dies ist in der Regel der Tag der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Der Anspruch aus der Insolvenz¬geldversicherung wird gegenüber der Agentur für Arbeit geltend gemacht.

Beispiel 2:
Zahlungsunfähigkeit eines Arbeitgebers ab 1. Februar 2019 = Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Juli 2019.
Für die Zeit vom 1. März bis 30. Juni 2019 können im Rahmen der Insolvenzgeldversicherung ausgefallene Entgelt- und Beitragsansprüche bei der Agentur für Arbeit geltend gemacht werden.
Auch im Jahr 2019 beträgt die Insolvenzgeldumlage 0,06 Prozent.

07.11.2018

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