• {{label}}

Sicherung der Ausbildung in unsicheren Zeiten: Förderung des Fachkräftenachwuchses mit Prämien

Das Maßnahmenpaket des Bundesministeriums für Bildung und Forschung richtet sich an durch die »COVID-19-Krise« betroffene mittlere und kleinere Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten. Damit diese Unternehmen ihre Ausbildung aufrechterhalten und junge Menschen ihre Ausbildung fortsetzen und abschließen können, sollen sie zeitlich befristet im Ausbildungsjahr 2020/21 finanzielle Unterstützung erhalten.
element_image

Für die Förderung kommen nur kleinere und mittlere Unternehmen in Betracht, die eine Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen durchführen. Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt. Bei verbundenen Unternehmen werden die Beschäftigten der einzelnen Unternehmen zusammen berücksichtigt. Pro Ausbildung kann die Prämie nur einmal in Anspruch genommen werden und Praktika sind von der Förderung ausgeschlossen. Es wird nur eine Prämie pro Ausbildung gezahlt.

Das Bundeskabinett hat die Eckpunkte am 24. Juni 2020 verabschiedet. Die Förderrichtlinien wurden nun in den zuständigen Institutionen erarbeitet und die konkreten Voraussetzungen am 31. Juli 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Beantragt werden können die Förderungen dann über die Bundesagentur für Arbeit. Sie sind befristet bis zum 30. Juni 2021.

Die Maßnahmen zur Förderung im Überblick

  • Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot fortführen)
  • Ausbildende kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, werden mit einer Ausbildungsprämie gefördert. Sie erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag nach Abschluss der Probezeit einmalig 2.000 Euro (gültig für Ausbildungsjahr 2020/2021).

Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot erhöhen)
Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen, erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag nach Abschluss der Probezeit einmalig 3.000 Euro (gültig für Ausbildungsjahr 2020/2021).

Antragsberechtigt für die Ausbildungsprämie sind KMU, die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Vorausgesetzt ein KMU hat in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 ist um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen. Bei KMU, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind statt der Monate April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich heranzuziehen.

Weitere Maßnahmen der Förderung

  • Fortsetzung der Ausbildung 
  • Vermeidung von Kurzarbeit
    KMU, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem der Betrieb einen jeweiligen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat. Diese Unterstützung ist zeitlich befristet bis zum 31. Dezember 2020.
  • Auftrags- und Verbundausbildung
    Wenn KMU die Ausbildung übergangsweise nicht fortsetzen können, dürfen andere KMU, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür eine Förderung erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden KMU vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern. Hier läuft die Befristung bis zum 30. Juni 2021.

Antragsberechtigt sind KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus anderen KMU im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen und ÜBS sowie andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende aus KMU im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate ausbilden.

Übernahmeprämie
KMU, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen KMU bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Auszubildenden eine Prämie von 3.000 Euro. Auch diese Unterstützung ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

Antragsberechtigt sind KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMU bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.

Die Bundesregierung setzt mit diesen Eckpunkten ein wichtiges Zeichen im Rahmen des Konjunktur- und Zukunftspakets, um den Fachkräftenachwuchs für die nächsten Jahre zu sichern.

24.08.2020
Alexandra Navrade

Kontakt

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie weitere Informationen?

Alexandra Navrade
Telefon: 0511 83390 -202
0511 83390 -99202
E-Mail schreiben

Standorte

Sie möchten direkten Kontakt mit einer unserer über 30 Niederlassungen aufnehmen?

Niederlassung finden

Treuhand-Newsletter

Sie möchten über die aktuellsten Beiträge in unserem MAGAZIN und über weitere Neuigkeiten informiert werden?

 

Newsletter-Anmeldung

Zum Seitenanfang
Cookie-Einstellungen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugten Cookie-Einstellungen

Details zu den Cookies

Notwendige Cookies
Notwendige Cookies sind erforderlich, um die Webseite nutzbar zu machen. Diese Cookies ermöglichen grundlegende Funktionen wie beispielsweise die Seitennavigation und den Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite. Ohne diese Cookies kann die Webseite nicht ordnungsgemäß funktionieren.

Tracking-Cookies
Tracking-Cookies werden verwendet, um das Nutzerverhalten auf der Website erfassen zu können. Diese Informationen werden genutzt, um das Nutzererlebnis stetig zu optimieren und Reibungspunkte oder mögliche Fehler zu verhindern.

Cookie-Historie