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Wegen Corona: Rabattverträge gelockert und Geld für Botendienst

Apotheken können während der Corona-Epidemie Arzneimittel einfacher austauschen. Außerdem erhalten sie fünf Euro für jede Botendienstlieferung. Mit diesen und anderen Maßnahmen soll die Arzneimittelversorgung vereinfacht werden.
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Zum einen haben die Spitzenverbände der GKV und der Deutsche Apothekerverband eine Lockerung der Abgaberegeln für Arzneimittel vereinbart. Diese gilt für alle Kassen zunächst bis 30. April 2020 und wurde als zusätzliche Vereinbarung zum § 129 SGB V vereinbart. Ziel ist es, die adhoc-Lieferfähigkeit zu erhöhen und dem Patienten die mit einem zweiten Apothekenbesuch verbundene Nachlieferung zu ersparen. Eckpunkte sind:

  • Wenn »im Einzelfall« das abzugebende Rabatt- bzw. Import-Arzneimittel nicht vorrätig ist, darf ein vorrätiges Arzneimittels mit denselben Austauschkriterien abgegeben werden (Wirkstoff, Wirkstärke, Packungsgröße, Indikation, Darreichungsform).
  • Das abgegebene Arzneimittel darf teurer sein als das Rabattprodukt.
  • Eine Rücksprache mit dem Arzt ist nicht erforderlich.
  • Packungsgrößenwahl nach § 17 Rahmenvertrag (Akutversorgung, Notdienst).
  • Kennzeichnung mit Sonder-PZN und Faktor 5 oder 6 (Akutversorgung).

Weitergehende Vereinbarungen in einzelnen Bundesländern bleiben bestehen. Zum anderen hat das Bundesgesundheitsministerium eine Eilverordnung vorgelegt, welche  die Arzneimittelversorgung während der Corona-Epedemie vereinfachen soll.  Wesentliche Inhalte sind:

  • Erweiterte Austauschmöglichkeiten für Apotheken bei der AM-Abgabe bis hin zu einer aut-simile-Abgabe (= Abgabe von AM mit vergleichbaren Wirkstoffen anstatt von AM mit identischen Wirkstoffen) – hierzu ist dann eine Rücksprache mit dem Arzt nötig.
  • Die gerade erst eingeführte Möglichkeit von Wiederholungsverordnungen wird bis auf weiteres suspendiert. 
  • Vorübergehend werden in der Arzneimittelpreisverordnung – also für GKV- und Privat-Rezepte – »vergütete Botendienste« und ein einmaliger Botendienstzuschlag eingeführt. Vorgesehen sind:
    • 5 Euro je Lieferort.
    • 250 Euro als einmalige Pauschale. Hier müssen die Verbände noch die Details der Verteilung auf die Krankenkassen regeln. 
  • Bei der Auseinzelung dürfen die Apotheken zukünftig auch den Fixzuschlag von 8,35 Euro erheben (gilt für RX-GKV und -Privatrezepte).
  • Die Ausstellung von BtM-Verordnungen wird erleichtert. Krankenhäuser dürfen Entlassverordnungen bis zur maximalen Packungsgröße ausstellen.

Die Eilverordnung soll vermutlich noch diese Woche beschlossen werden, die Regelungen sind befristet gültig.

07.04.2020
Jutta Degenhardt

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Dr. Jutta Degenhardt
Apothekerin, Leiterin der Abteilung Betriebswirtschaft
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